PLA fließt unter druck, was kann man als Alternative verwenden?

Diskutiere PLA fließt unter druck, was kann man als Alternative verwenden? im Forum Materialien im Bereich 3D-Drucken - Hallo, erst mal an alle die das hier jetzt lesen noch ein gesundes neues Jahr. :) Ich bin noch recht neu in der 3D druck Szene und meine...
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drace

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Hallo,

erst mal an alle die das hier jetzt lesen noch ein gesundes neues Jahr. :)

Ich bin noch recht neu in der 3D druck Szene und meine Erfahrungen beruhen auf dem Druck von ein paar Spulen PLA.
Leider ist mir recht schnell aufgefallen, dass PLA unter Druck "fließt".
Z.b. Habe ich eine Umlenkrolle für Filament ausgedruckt und ein Kugellager fest eingepresst. Nach ein paar Tagen ist die Rolle dann gebrochen. Auch ein paar Bauteile, die ich gedruckt habe und mit Sechskantschrauben verschraubt habe, haben sich schnell gelockert. Habe sie immer wieder nachziehen müssen. Obwohl die Bauteile statisch stehen und nicht vibrieren, habe ich festgestellt, dass sich die sechskantschraube in das Material hineingearbeitet hat. Eine Beobachtung, die ich bei fast allen stärker belasteten Bauteilen mache.

Was würdet ihr als Alternative verwenden und warum?

Danke vorab und liebe Grüße,
Drace
 
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Digibike

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Hallo und auch dir erstmal ein gutes neues!
Einpressen halte ich nie für Gut. Da sind Spannungen drin, die sich irgendwann wieder "entspannen". Ich nutze für solche Sachen immer gern einen Heißluftfön - eignet sich auch hervorragend, wenn mal beim Druck was "schief" geht und das Teil mitgerissen wird und die Düse "verschließt". Geht nämlich dann außen an der Düse nach oben um den Druckkopfaufbau...
PLA ist wirklich nicht gut für solche Anwendungen, wie du sie schilderst. Es ist Spröde, aber weder sonderlich Temperaturstabil noch auf Druck gut geeignet.
Das ist aber bei Kunststoffen generell eher ein Problem - weshalb auch Senkkopfschrauben keine wirklich gute Idee bei Kunststoffen sind...! Auch bei Spritzgussteilen nicht! Kunststoff benötigt Grundsätzlich immer eine möglichst große, gleichmäßige Anlage, wenn man es Pressverschraubt! Bei ABS und PETG ist die Temperaturbeständigkeit höher und nicht so spröde, aber auch da wird sich die Schraube, bei zu großem Druck und zu wenig Auflagefläche einarbeiten. Ich kenne deine Verschraubungen nicht und die Belastungen, aber ich vermute, es hat damit zu tun... Senkkopfschrauben, um schönen Abschluß Schraubkopf zu Bauteil zu bekommen? Ohne Unterlagsscheiben gearbeitet, daß der Schraubkopf auch noch Scherkräfte beim Festziehen an der Kontaktfläche aufbaut? Alles so Dinge, die ich nicht weiß, die aber für gewöhnlich nur allzu gern gemacht werden - funktioniert ja beim Blech auch - aber auch da ist es nicht so "genial", wie man z.b. beim zerlegen von alten Item-Konstruktionen, die manche gern mit den günstigeren Linsenschrauben (geht auch, nur sollte man dann halt wenigstens Unterlagsscheiben drunter packen, weil selbst dieses harte Alugemisch kann den Scherkräften beim Verschrauben nichts gegenstellen, was entweder zu extremem Setzverhalten führt oder aber, auch schon erlebt, Reibverschweißen mit dem Teil...! Und nicht nur einmal...).
Gruß, Digibike
 
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drace

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Hallo Digibike,

erst mal vielen Dank für deine Antwort, aber so was knallhartes wie Senkkopfschrauben meinte ich nicht mal. Nur schau mal hier, Ich würde es mich nicht trauen, mit der Erfahrung, die ich gemacht habe. Selbst sowas hier gebe ich nicht wirklich eine langfristig Chance.....

Dann habe ich mal Beinchen für den Drucker versucht.
Akustisch, auf jeden Fall gut, aber nach 2 Tagen waren sie platt!
Es haben sich in dem Thread (nicht in dem, sondern in dem, von dem ich die Beinchen hatte) auf jeden Fall viele für das File bedankt...

Daher die Frage, ist das alles ein Griff ins Klo, oder geht das schon, aber nicht mit PLA, oder...

Wie sieht es an der Stelle mit Resindruckern aus?

Liebe Grüße Drace..
 
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Digibike

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Nylon Carbon PA6 oder 12 sind ohne geschlossenen Bauraum zwar sch... zu drucken, aber das bekommst nicht klein. ABS ist auch schon sehr fest. Ich Bedampfe es, damit verschwinden die einzelnen Layer und die Tendenz zum Delaminieren. Muß aber 100% gedruckt sein. PETG ist aber auch schon recht gut und, wenn die Drucktemperatur Top ist (zu heiß, neigt es zum Bläschen bilden, zu kalt sieht es top aus und hat kein oder so gut wie kein Stringing-Problem, aber Layerverbindung...), reißt es nicht entlang der Layer, sondern bricht eher wie Glas quer durch das Teil - eben entsprechend der Krafteinwirkung.
Aus PLA würde ich sowas nie drucken. Hat kein Warping. Ist Easy zu drucken. Aber fängt schon mit der Temperatur an - heiße Sommertage und Sonne knallt drauf und das war´s für das Teil...
Verschrauben ist immer so ne Sache - immer mit Unterlegscheibe! Das Problem ist, deine Auflagefläche "verkeilt" sich mit dem Untergrund - damit hast du vom Gewinde her das Drehmoment, aber auch diese Auflage-Reibung in Drehrichtung. Sobald die Antriebskraft aber weg fällt - Richtung lösen entlastet es eher und im Gewinde, mit Ausnahme von Carbonschrauben, hast du ein Setzverhalten - damit 2 Faktoren, die lösen massiv begünstigen und eine "verfälschte" Rückmeldung der Festigkeit beim Anziehen. Du bekommst ja nicht das Drehmoment, daß auf das Gewinde einwirkt, sondern eine Mischung aus der Haftreibung vom Schraubenkopf und vom Drehmoment des Gewindes. Du meinst zwar, du hast 1 Nm auf das Gewinde gebracht, hast du aber nur auf die Schraube und die unterteilt sich dann z.b. in 0,2 Nm auf das Gewinde und 0,8 Nm, in Anzugsrichtung, auf den Schraubenkopf, was beim loslassen aber wieder nahezu wegfällt.
Was deine Halterung an geht, kommt es stark auf die Ausrichtung an - stehend wird das garantiert nicht lang gut gehen. Liegend ist die Ausrichtung in Layerrichtung. Da hast schon enorme Festigkeit. Wenn die Layerhaftung gut ist, so das es nicht zum Delaminieren kommt, funktioniert das. Kommt halt darauf an, welchher Werkstoff und wie du damit umgehst. Wenn es nur die Steckdosenleiste halten muß und du zum Abstecken und anstecken die Leiste hälst, geht das. Wenn du meinst, du hast da Metallbügel vor dir und kannst einfach die Stecker "Blind" reinstecken, kommt es sehr stark auf das Material an, mit dem du Sie gedruckt hast und wie du sie gedruckt hast, wielange Sie das mitmachen werden. Für so einen Einsatz muß es im Prinzip so designed sein, daß du von oben, mit der Leiste, gegen die darunter in der Wand verschraubte, Halterung drückst. Auf Höhe der Steckdosenleister dahinter und lediglich so ein U kann auch nur auf Position halten - Metallbügel reißen zwar nicht, aber verbiegen sich oder hebeln dir die Dübel mit der Zeit aus der Wand...

Gruß, Digibike
 
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James Bont

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Mit Carbon-Zusätzen ist auch so eine Sache. Bei billigen Materialien mit Carbon-Zusatz sind die Fasern zu kurz um Haltbarkeit zu bieten, dafür bricht das Zeug dann auch noch schneller. Eigentlich nur optisch von Bedeutung. Bei PETG-CF ist das leicht festzustellen. PETG ohne Zusatz wird ohnehin unterschätzt. Für die allermeisten Dinge reicht dies völlig aus und wenn das Material optimal getrocknet wurde - ich drucke hier auch der aktiven Trockenbox - dann kann man auch damit schöne Oberflächen erreichen.
Zu heißen Einpressen eignet es sich obendrein besser als PLA.
Man kann allerdings auch eine Halterung für die Mutter im CAD gestalten und dann leicht einpressen. Dazu muss man aber genau wissen wie maßhaltig der Drucker druckt.
Ich habe z.B. meinen Handyhalter für mein Gravel so gestaltet dass dieser genau auf die Carbon-Gabel passt und einen Spacer ersetzt. Hält super und ist dabei noch extremen Witterungseinflüssen ausgesetzt. Zuviel Infill kann allerdigs auch schädlich sein. Dann bricht PETG z.B. schneller und verliert an flexibilität.
Nylon ist extrem emfindlich und zwar vorm Druck! Hat es dort nicht die richtige Trockenheit oder herrscht im Raum eine hohe Luftfeutchtig verliert Nylon bereits Eigenschaften. PA-CF nicht unter 100 das Kilo. Und wirklich gutes Carbon da kommste auch schon einmal bei 300 €/kg heraus.
ABS - nie ohne FFP3-Maske und wenn dann noch offener Drucker ohne Kohlefilter... da musste ordentlich durchlüften. Was aber extrem gut halten soll ist ABS-GF. Also mit Glasfaser anstatt Kohlefaser. Aber alles eher Materialien die nicht in den Hausgebrauch gehören!
 
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James Bont

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INFILL ist übrigens etwas was auch zu kurz kommt. Damit kann man viel herausholen und erreichen ;-)
 
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Digibike

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PA6 und 12 sind kein PETG. Bezüglich Verarbeitungsumgebung empfiehlt sich immer das Datenblatt... ABS drucke ich nie mit FFP3-Maske - allerdings drucke ich es eingehaust mit Filter.
Was Muttern an geht: Hatte ich früher gemacht, aber seither eigentlich nicht mehr. Da laß ich eher ein paßgenaues Loch und Schmelze Ruthex Gewindeeinsätze ein. Diese bilden durch Ihre Schrägverzahnung in beide Richtungen und das Verschmelzen mit dem Kunststoff eine wesentlich bessere Fixierung und Kraftübertragung, als ein glattes, 3 mm hohes 6-kannt.
Infill mache ich, wie ich schon schrieb, nur bei ABS (und ASA, was annähernd das selbe ist, nicht ganz, weshalb ASA auch unheimlich UV-Beständig, aber anderes Thema...) auf 100%, und dort auch nur bei Teilen, die ich Bedampfe! Das hat den Hintergrund, daß Aceton das Material "durchdringt". Es Kondensiert in den Innenräumen und sammelt sich dort. Damit zersetzt es das Material schön langsam von innen heraus - wird spröde... Und zum anderen bekommt man den Acetongeruch über Wochen und Monate nicht heraus - logisch, sitzt ja hermetisch eingeschlossen im Inneren.

Beim Infill ist das so eine Sache: Außenperimeter bringen mehr Festigkeit, als Innfill. Also, ich drucke meist eher Infill zwischen 20 und 30% und dafür 4-6 Perimeter, als 60 % Infill und 2 Perimeter - auch wenn die 2.te Variante Schneller ist. Das Infill ist aber von Vorteil für den oberen Abschluß (Top-Layer). Je höher die Toplayeranzahl, desto besser bekommt man, bis zu einem gewissen Punkt, den oberen Abschluß hin - einfach, weil, je nach Infillabstand in dem ersten oder auch 2.ten noch das Infill etwas einfallen kann. Auch aufsteigende Wärme, vom Heizbett, kann sich hier dann bemerkbar machen (kleine Kuppelartige "Hubel" in den Leerräumen der Innfillstruktur). Bei Kuppelartigen, bzw. nach oben Rundlich endenden Teilen empfiehlt sich auch, die Anzahl der Top-Layer entsprechend deutlich zu erhöhen. So schafft er auch Rundbögen, die nach oben hin gerundet sich, sauber abzuschließen. Da können es gern auch mal 10-12 Top-Layer sein. Manchmal sogar noch deutlich mehr - aber das ist Objektabhängig und kann nicht so einfach pauschalisiert werden (mehr ist zwar kein unbedingter Fehler, es sei den, es kommt auf das Gewicht an - z.b. die Randbögen bei den Tragflächen meiner Modelle - aber es schraubt auch deutlich, und ab einem gewissen Punkt auch unnötig, die Druckzeit nach oben...!

Gruß, Digibike
 
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James Bont

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Jetzt wirste Lustig ;-)
Ich weiß dass PA für Nylon (Polymere/Polyamid) steht und die Zahl dahinter das Verhältnis bestimmt und Nylon kein PETG oder PET mit Zusatz ist ;-)
Er hat aber kein Gehäuse mit gefilterte Absauge, weshalb ich zumindest zur FFP3 riet. Richtiges durchlüften sollte man dann auch. Schmelzgewinde sind super aber auch nicht ungiftig. Es gibt deshalb dazu ja auch Kohlefilter-Absauggeräte. Diese kann man aber auch selbst bauen (bin gerade dabei ;-)).
Jo, eine höhere Wandstärke 0,8 anstatt 0,4 bei 0,4.er Nozzle bringst auch und hilft auch zur besseren Oberfläche, wenn Infill oder innenliegende Wände vorliegen. Es gibt da so einiges. Aber wollen wir Ihn, als Einsteiger, jetzt gleich überfordern? Vieles erlernt man erst durch eigene Fehler. Und dies bleibt selbst bei uns nicht aus ;-)
Bei 20-30% liegste aber ziemlich hoch. Meist liege ich so um die 15-20% oder nutze nur stützendes Infill. Das hängt meist doch vom jeweiligen Werkstück ab.
Und das mit dem Heizbett dürfte bei ihm eher kein Problem sein, weil ohne Gehäuse.
Das mit den Rundbögen durch Erhöhung der Layer (y)... das ist ein super Tipp, für Einsteiger !!! Ich hatte früher lange gebraucht um dahinter zu kommen...

Noch etwas zum besseren ABS, dem ASA. Du kannst da die Layer nicht mehr wegschnüffeln mit Aceton ;-)
 
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Digibike

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Jetzt wirste Lustig ;-)
Ich weiß dass PA für Nylon (Polymere/Polyamid) steht und die Zahl dahinter das Verhältnis bestimmt und Nylon kein PETG oder PET mit Zusatz ist ;-)
Er hat aber kein Gehäuse mit gefilterte Absauge, weshalb ich zumindest zur FFP3 riet. Richtiges durchlüften sollte man dann auch. Schmelzgewinde sind super aber auch nicht ungiftig. Es gibt deshalb dazu ja auch Kohlefilter-Absauggeräte. Diese kann man aber auch selbst bauen (bin gerade dabei ;-)).
Jo, eine höhere Wandstärke 0,8 anstatt 0,4 bei 0,4.er Nozzle bringst auch und hilft auch zur besseren Oberfläche, wenn Infill oder innenliegende Wände vorliegen. Es gibt da so einiges. Aber wollen wir Ihn, als Einsteiger, jetzt gleich überfordern? Vieles erlernt man erst durch eigene Fehler. Und dies bleibt selbst bei uns nicht aus ;-)
Bei 20-30% liegste aber ziemlich hoch. Meist liege ich so um die 15-20% oder nutze nur stützendes Infill. Das hängt meist doch vom jeweiligen Werkstück ab.
Und das mit dem Heizbett dürfte bei ihm eher kein Problem sein, weil ohne Gehäuse.
Das mit den Rundbögen durch Erhöhung der Layer (y)... das ist ein super Tipp, für Einsteiger !!! Ich hatte früher lange gebraucht um dahinter zu kommen...

Noch etwas zum besseren ABS, dem ASA. Du kannst da die Layer nicht mehr wegschnüffeln mit Aceton ;-)
Ich bin halt ein Humoriger Typ... 😁 Grundsätzlich hat Faserbeimengungen in der Hauptsache einen Vorteil: Die Schrumpfung/Warping nimmt ab. Aber die Fasern verzapfen sich nicht Layerübergreifen, sondern richten sich Horizontal aus, was die Layerhaftung sogar noch begrenzt. Da wird die Ausrichtung also nochmal wichtiger... Ich erwähne das nur explizit, weil es alles mögliche mit Fasern gibt und Anfänger gern dazu tendieren, da ist was drin, daß muß Top sein... Mag auch so sein, abe nur in Nuancen und bei bestimmten Situationen, aber teuerst erkauft - und damit mein ich jetzt noch nichtmal primär den teureren Einkaufspreis pro Kg...
Hast du mich, bezüglich der Rundbögen mißverstanden, weil du von Erhöhung der Layer sprichst (darunter verstehe ich eigentlich Layer height...?) oder nur verschrieben, weil es ja eigentlich nur um die Erhöhung der Anzahl an Top-Layern geht...?
Bezüglich ASA - man kann und ich tu das bei den Quickly-Teilen auch immer wieder. Allerdings nagel dich da nicht fest, weil ABS und ASA sagt eigentlich nur, daß da die 3 Grundstoffe drin sind, nicht in welcher Zusammensetzung und was noch dabei ist als "Stabilisatoren"... Wenn du wissen willst, was ich meine, hol dir mal das Ultimaker ABS z.b.! Kein Warpingproblem, allerdings auch nur knapp über 80 Grad Formstabil. Danach erweicht es zügig. Wenn ich das Zeug mit ABS bedampfe, passiert genau: 0.0000 Sichtbares! Wenn ich es in Aceton einlege, passiert aber was hoch interessantes - es wird mit der Zeit Lederartig! Kenn ich so eigentlich nur von PLA. Aber es ist deutlich über der Erweichungstemperatur und auch vom Geruch her eher ABS. Scheinen da aber bei den "Stabilisatoren" eine gemeinsame Schnittmenge zu haben... Also, nur weil ABS oder ASA drauf steht, heißt das noch lange nicht, daß es auch so, wie du erwartest, reagiert...
Nun, ich bin halt der Meinung, auch wenn er es (noch) nicht versteht, mit der Zeit kommt Erfahrung dazu und dann tauchen solche Fehler und Probleme auf. Wenn er das schonmal gehört hat, macht es oben vielleicht "Klick", da war doch was... Haben die vielleicht auf das Problem angespielt? Und damit hat er schonmal einen Anhaltspunkt, wo die Reise hin gehen muß, um das zu lösen...
Bilde mir ein, das das nur am Anfang zu mächtig wirkt, aber nachwirken kann!😉
Gruß, Digibike
 
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James Bont

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XD Grundsätzlich richtig. Es hat Vor- und Nachteile. Aber weißte was der größte Witz ist: Als ich 1984-90 an der Entwicklung für Beschichtungssysteme für den Werkstoff Kohlefaser/Carbon mitgewirkt hatte, da galten nicht nur höchste Sicherheitsvorsichten sondern es kam auch die Frage auf wie es ums Recyceln bestellt ist. Die Antwort war damals sie arbeiteten daran.
Erste Erfolg war dass man Gartenmöbel daraus herstellt und jetzt sind diese beim Kunststoff und Filament gelandet. Was nichts anderes bedeutet dass es danach nicht mehr deren Aufgabe ist... Wir verarbeiten hier also nichts anderes als industriellen Abfall.
Die Haltbarkeit gegenüber richtigen Carbon erreicht man so im FDM nicht annähernd.
Ich weiß ja was möglich ist weil ich immer noch Kontakte habe und selbst damals für die Admirals Cupper gewerkelt und entwickelt hatte.
Das ist dasselbe wie mit der Atom-Lobby... wer da einmal drinsteckt ist davon überzeugt. Selbst wenn es noch so verkehrt ist. Ein gutes Beispiel dazu ist Marie Curie. Selbst der frühe Tod ihrer Tochter vermochte sie nicht von den Gefahren überzeugen und dies bis an ihr Lebensende...

Ich glaube wir sollten endlich aus der Geschichte gelernt haben.

Ok, gehört hier eigentlich nicht rein, es sei denn man will nicht wie die gute Marie Curie enden ;-)
 
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James Bont

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Das mit Aceton kenne ich und auch den Effekt. Es geht aber immer zu Lasten von Details. Allerdings glänzt die Oberfläche wie poliert und es wird das FDM-Verfahren schön kaschiert.
Man muss allerdings wissen wie das geht ;-)
ASA reagiert allerdings nicht ganz oder überhaupt nicht auf solche Chemikalien. Wobei ist das mit ASA nie probiert habe und mir der eine Versuch mit ABS schon reichte. Ich habe nämlich seit meinen Schädelbasisbruch eine Lösemittelallergie die bei mir epileptische Anfälle auslösen könnte. Ist zwar schon seit Jahrzehnten nicht mehr passiert aber ich passe besser auf mich auf ;-)
 
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Digibike

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Was noch witziger ist: Neben dem mörderischen für den Drucker - die denken alle, es sei nur ein bischen Abrassiv gegenüber der Düse - nene... Freu dich mal an den Scharf zu packenden Zähnchen deines Messingritzels, an deinem Extruder-Stepper! Wie scharf das wohl ist, wenn da das ein oder andere Kg drüber geschrubt ist... 😉
Richtig witzig ist aber, daß du für die Resteverwertung der Schnippsel richtig noch On Top Aufschlag zahlst...
Ja, die Atom-Lobby und der herrlich billige Strom... Wieviel Subentionen hatte der Steuerzahler über die Laufzeit überwiesen? Wieviel kostet uns der "Spaß" bis wir eine Entsorgung gefunden haben? Und wielange? Wir zahlen ja schon, dank dem billigen Kohlestrom, eine Ewigkeitsschuld bis ans Ende der Menschheit - unabhängig welche Regierung, Staatsform oder sonstiges müssen wir das irgendwie geregelt bekommen....
Aber da hast recht, daß sind andere Themen... Und Gesundheit kann man nicht kaufen. Daher habe ich meine Drucker auch alle eingehaust...! Eine Maske schützt eben nur vor dem direkten einatmen, aber nicht vor dem, was sich im Raum ablagert und immer wieder aufgewirbelt wird und vor alten, beschädigten oder falsch gehandhabten Masken. Besser wie nichts, sicherlich, aber, bis auf PLA, hat eine Einhausung eigentlich immer Vorteile - auch in Bezug auf der Festigkeit hinterher. Hat Stefans Kitchen kürzlich vor Weihnachten ein interessantes Video gemacht, wo er das nachgewiesen hat! Die Layerhaftung ist um Potenzen besser, wenn eingehaust und beheizt gedruckt wird. Selbst bei eingehaust wird es deutlich besser...!

Gruß, Digibike
 
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James Bont

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Das hattest du aber schon einmal geschrieben, mit dem Getriebe vom Extruder. Seitdem suche ich verzweifelt nach einem Getriebe aus Diamanten ;-) Die beiden haben nämlich etwas gemeinsam und mit dem Regen auf dem Neptun ;-)
 
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James Bont

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Titan-Stahl ;-)
So ein Ritzel hatte ich damals von Shimano auf meiner DA. Hält ewig, muss nur häufiger die Kette wechseln.
 
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Digibike

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Kenn ich. Ein Hauch von nichts, aber Frist alles weg... 😉 Bei uns kein Problem - kann Kilometer von Material weg schruppen - kommt ja immer neues nach... 😂

Gruß, Digibike
 
areiland

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Z.b. Habe ich eine Umlenkrolle für Filament ausgedruckt und ein Kugellager fest eingepresst. Nach ein paar Tagen ist die Rolle dann gebrochen. Auch ein paar Bauteile, die ich gedruckt habe und mit Sechskantschrauben verschraubt habe, haben sich schnell gelockert.
Das Problem ist immer, dass Du PLA dauerhaft nicht wirklich stark belasten kannst. PLA Bauteile arbeiten sogar noch einige Zeit nach dem Druck, so dass sie auch nach Tagen noch schrumpfen können. Und das kann dann halt auch dafür sorgen, dass die Bauteile erst nach einiger Zeit brechen oder sich an den Verbindungsstellen verziehen

Nichts destotrotz hab ich mit PLA schon viele verschraubte Teile konstruiert und gedruckt und die leben alle noch. Die reichen von einem selbst konstruierten modularen Druckkopf für meinen Anycubic Mega X, über Befestigungsplatten für Anbauteile, Filamenhaltern, bis zu einer Monitorerhöhung. Alle diese Teile wurden nach dem Druck mit Muttern (Vierkant und Sechskant) versehen und miteinander verschraubt.

Diese Teile haben aber auch die Eigenheit, dass ihre Verschraubungen zumeist keinen starken Belastungen unterliegen.
 
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James Bont

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Jedes Material hat seine Vorzüge und Nachteile. Dass PLA mit der Zeit spröde wird ist klar aber dass es schrumpft, das ist mir neu oder habe ich noch nicht drauf geachtet. Ich verarbeite PLA aber auch sehr selten, meist PETG, weil ich überwiegend funktionelle Teile fertige.
Wovon ich enttäuscht war, das war PLA-CF. Das Zeug war noch brüchiger als alles andere, was meine Drucker ausgestoßen haben... Soll wohl eher für die Optik sein. Mit diesem Zusatz gibt es auch PETG-CF und taugt auch weniger als das herkömmliche PETG.
Wenn es denn wirklich hochwertig funktional sein soll, dann führt an PA-CF kein Weg vorbei. Hier kannste oder musste aber mit Verzug rechnen, weshalb auch die Bauraumtemperatur vom Bauraum mitspielt und wichtig ist (gleichmäßig Temperaturen).
 

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