Hutformen mit einem 3D printer herstellen?

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Bergfex

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Hallo,

Ich bin neu in diesem Forum und ich stelle mir die Frage, ob man mit einem 3D-Drucker Hutformen (Hier ein Beispiel, was ich meine => https://www.etsy.com/listing/482935943/wc-0017-wooden-hat-block-millinery-hut ) herstellen könnte? Das Problem dabei ist, dass das Material für eine Hutform nicht zu schnell schmelzen darf (anders verklebt es den Filz). Der Filz wird zuvor nämlich unter viel Dampf gehalten und erwärmt sich stark (man kann sich da schon die Fimger verbrennen). Außerdem steckt man immer wieder Reissnägel in die Hutform, um den Filz zu fixieren (anders würde er wieder schrumpfen). Allerdings wird es immer schwieriger um an die richtigen Hutformen ranzukommen, da kaum mehr jemand Hüte trägt. Von einem Schuhmacher habe ich gehört, dass er seine Schuhleisten "ausdruckt". Wäre es darum mit dem richtigen hitzebeständigen Material möglich auch eine Hutform auszudrucken. Und wäre es überhaupt günstiger als eine Holzform?

Vielen Dank für eure Antworten.

Bergfex
 
B

Bergfex

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Hallu und guten Morgen.

Habe die beteddende Hutmacherin kontaktiert. Sie gibt aber an, dass es derzeit noch nicht geht (Grund: Wie erwartet die Hitze). Sie verwendete es rein für einen Prototyp. Für die tägliche Arbeit scheint es aber noch nicht geignet zu sein. Schade. Vielleicht ja in der zukunft, wenn es hitzestabileres Druckmaterial gibt.

Danke

Bergfex
 
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horst.w

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... hitze-stabileres Material gibt es, aber das ist auf "unseren Druckern" nicht verarbeitbar. Der Knackpunkt ist nicht die Drucktemperatur als solche, die würde mit bis zu 270° wohl ausreichen (weinige Geräte können bis 330°), sondern die Eigenschaft der Materialien, schon bei relativ niedrigen Temperaturen weich zu werden. PLA ist da mit rund 70 - 80° C ganz vorne dabei, ABS irgendwo zwischen 90 - 120° und SpezialFilametne (HT- ...) bei 130°. Dein Dampf wird wohl so bis 200 ° gehen??? Dafür gibt es in der Tat nur Profi-Materialien, die mit 450° verarbeitet werden, aber ich kenne nicht einen Dienstleister, der das verarbeiten kann, das sind alles industrielle Sachen für Spritzguss usw.

Hast Du schon mal an Ton - Töpferei - gedacht?

H.
 
B

Bergfex

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Hast Du schon mal an Ton - Töpferei - gedacht?

H.

Das funktioniert leider nicht. Man muss nämlich Nägel etc. in die Hutform stecken können (vergleiche es mit Schuhleisten). Das ist bei Ton nicht möglich (bröckelt sofort alles raus). Wie sieht es eigentlich mit dem Harz aus? Scheint zwar momentan teuer zu sein; aber vielleicht in der Zukunft. Derzeit scheint die beste Option zu sein, einen Drechsler- und Schnitzerkurs zu absolvieren. Hutformen sind wohl kaum so anspruchsvoll wie Kruzifixe, Marienstatuen....

Grüße.

Bergfex
 
H

horst.w

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Achso, das geht dann natürlich nicht.
Welche Harze meinst Du?
Die Harze im 3D-Druck (auch Resine genannt) dürften allesamt dem gleichen Problem unterliegen: sie werden bei den Temperaturen, die Du brauchst, schon weich, das eine mehr, das andere weniger. Und wahrscheinlich auch klebrig. Epoxy-Verklebungen kann man mit Hitze wieder lösen, wo die Grenzen da genau liegen, weiss ich nicht und kommt sicher auch aufs Material an; Schraubensicherungen, UHU-Plus u.dgl. gehen bis ca 230°.
Aber solche Harze sind auch sehr fest, ob das mit den Nägeln geht, glaube ich nicht.

Was die 3D-Geschichte Dir aber bringen kann, ist einerseits das kreative Modellieren und dann gäbe es ja auch noch die Möglichkeit, ein solches Modell CNC fräsen zu lassen, auch aus einem Holzblock raus. Und das dann in diversen Größen auch skaliert.

Bei welchen Temperaturen verfilzen denn die Rohlinge überhaupt? Habe keinerlei Ahnung davon,außer dass man Dampf braucht. Wenn 130° reichen würden, kämst Du der Sache doch schon recht nahe, aber das Nagelproblem ist damit immer noch nicht gelöst.

H.
 

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