Druckmaterial haftet schlecht

Diskutiere Druckmaterial haftet schlecht im Forum Drucken Allgemein im Bereich 3D-Drucken - Hallo zusammen! Im Rahmen meiner Bachelorarbeit arbeite ich mit einem Mendel-3D-Drucker. Zurzeit habe ich ein paar Einstellungsschwierigkeiten...
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Jaenz

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Hallo zusammen!

Im Rahmen meiner Bachelorarbeit arbeite ich mit einem Mendel-3D-Drucker. Zurzeit habe ich ein paar Einstellungsschwierigkeiten bei dem Drucker. So habe ich momentan das Problem, dass die ersten Schichten sehr schlecht haften, sodass die Unterseite des Bauteils sehr unansehnlich ist.
Zum Aufbau des Druckers: Auf der Heizplatte ist eine Plexiglasscheibe montiert, auf der wiederum das "Bluetape" (siehe: https://www.igo3d.com/de/3d-drucker-blue-tape.html) geklebt wurde. Als Druckmaterial wird PLA verwendet. Habt ihr Hinweise für mich, was ich am grundsätzlichen Aufbau ändern könnte? Mit welchen Temperaturen arbeitet ihr?

Freue mich über jeden Hinweis! Viele Grüße
Jens
 
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eistee

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Hi Jens,

Hast du ein beheizbares Druckbett?
Grundsätzlich würde ich mal versuchen mit Raft zu drucken, falls du das nicht schon machst.
Ich drucke auf eine FR4-Platte und sprühe ca. nach jedem 5. Druck etwas Haarspray drauf. So habe ich nie Haftungsprobleme (in Verbindung mit beheiztem Bett!)
 
Trooper

Trooper

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Hallo,
meine erste Frage ist, was für Filament nimmst du ?
Ich habe als erstes mit 3mm PLA von GermanRepRap angefangen und sehr guter ergebnisse bekommen und konnte direkt auf der Keramik Platte meines RF1000 drucken.
Dann hab ich PLA von igo3d gekauft und dann war Schluß mit Haftung. Ich mußte die Platte mit Krepp bekleben und die erste lage schön draufquetschen. Dann hielt das aber ! (205°/50°)
Hielt schon fast zu gut, habs auch bei wieder Kaltem Druckbett manchmal kaum abbekommen.
Jetzt hab ich ne Probe von Filamentworrld getestet, das ist schon mal viel besser, ohne Krepp gehts aber leider auch nicht.
Werd wohl wieder auf das teurere German RepRap Filament zurückgehen, das war bisher das beste. Hab das bei 220° Extruder- und 55° Druckbetttemperatur sehr gut drucken können.
Als Krepp habe ich übrigens eines der Marke NOPI (war entweder von Bauhaus oder OBI)
Ich hatte irgendwo hier mal auch einen Filamentvergleich gesehen, wo auch einer schrieb, das Haftung nicht grad die Stärke des iGo3D-Filament war.
 
J

Jaenz

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Danke für die vielen Antworten :)
Was bedeutet "mit Raft drucken"? Mein Bett ist beheizbar. Um was für ein PLA es sich genau handelt, weiß ich leider nicht. Ansonsten werde ich mir mal das PLA von GermanRepRap kaufen, wenn das besser haftet. Ich habe jedenfalls ungefähr dieselben Temperatureinstellungen verwendet (220/60).
 
Trooper

Trooper

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Bei RAFT druckt er unter dein Modell noch eine "Stützschicht". Fand ich jetzt vom Ergebnis bisher suboptimal. Ich drucke mit ein paar Millimetern Skirt, das verbessert auch gut die Haftung und halt die Oberfläche auf dem Druckbett. Lässt sich schön leicht nacher wieder entfernen, was mir bei Raft überhaupt nicht gefiel. (Oder das lag an RepetierHost mit Slicer, das mit dem Support darf man ja auch nicht mit slicer machen, das wird nix)
 
schnixx

schnixx

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Hi,

ich habe auch einen Mendel Drucker (Mendel90) und ich denke die Haftung hat a) mit der Beschichtung des Betts zu tun und b) wie weit Du den Extruder bzw. das HotEnd auf die Platte fährst.
Bei der ersten Schicht darf das Filament schon leicht eingedrückt werden.
 
Trooper

Trooper

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Ja, leicht is ja OK, aber bei mir war der 0.3mm Layer dann nur noch 0.1 dick. Teilweise so dünn, das man das Krepp durch gesehn hat. Also eher Suboptimal.
Die anderen Layer dadrüber waren OK.
Aber mit einem neuen Filament merke ich uch gleich wie da die Haftung auf der Keramik ganz anders ist.

Schaut mal hier hat einer mal verschiedenes Filament auf verschiedenen Duckplatten verglichen:
http://3d-drucker-community.de/foru...platte-vs-dauerdruckplatte-als-druckunterlage
Das igo3D schneidet da genauso gut ab wie bei mir
 
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kai1

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Hallo Jaenz,
ich hatte bei meinem Mendel 90 auch einige Probleme mit der Haftung. Vorerst aber was meinst du mit ,,Auf der Heizplatte ist eine Plexiglasscheibe montiert, auf der wiederum das "Bluetape" geklebt wurde"? Verstehe ich Dich falsch oder druckst du auf der Plexiglasscheibe?

Bei meiner Druckplatte befindet sich über der Plexiglasscheide eine Aluplatte mit Heizwiderständen und dazwischen befindet sich Isolationsmaterial. Ich drucke direkt auf der Aluplatte, die beim Drucken eine Temperatur von 130°C hat. Vor jedem Druck reinige ich diese mit Spiritus, sobald die Heizplatte die Temperatur erreicht hat, sprühe ich etwas Haarspray auf die Platte. Wichtig ist noch die Höhe des ersten Layers, die muss schön niedrig sein, so dass das ABS schön platt gedrückt wird. Mit PLA habe ich keine Erfahrung, aber ich könnte mir vorstellen, dass es sich ähnlich verhält.

Ich hoff ich habe dir ein bisschen weiter geholfen.

Schöne Grüße
Kai
 
J

Jaenz

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Hallo Kai,
du verstehst mich richtig. So war der Aufbau wie ich ihn vorgefunden habe. Was hat die Plexiglasscheibe eigentlich für einen Sinn?

Wo kann ich denn bei "Repetier" Einstellungen über die erste Druckschicht vornehmen? Mir ist aufgefallen, das der Abstand beim ersten Layer zwischen Hotend und Druckbett sehr groß ist (ca. 3mm), was wahrscheinlich eins der Probleme ist. Später im Druck ist der Abstand viel geringer.

Viele Grüße
Jens
 
K

kai1

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Hallo Jens,
die Höhen werden im Slice-Programm eingstellt, etwa halbe Höhe der Druckerdüsenbreite.
Was hast du im Slice-Programm eingestellt bzw mit welchem arbeitest du?
Mit der Plexiglasplatte bin ich leider überfragt, denn soetwas habe ich bisher noch nicht gesehen und
ich wüsste auch nicht warum man das so anordnen sollte.

Schöne Grüße
Kai
 
J

Jaenz

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Hi Kai,

es kommt das Programm Slicer zum Einsatz. Ich habe da bisher ehrlich gesagt gar nichts eingestellt.
Werde nächste mal, wenn ich wieder am Drucker bin, mal genauer schauen, was ich da ggf einstellen kann.

Schöne Grüße
Jens
 
paradroid

paradroid

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Versuch mal eine Glasplatte (3mm ca., passend kalibrieren, festklemmen) von einem rahmenlosen Fotohalter + absolut billiges Haarspray (Lidl 3,4 oder 5) - unbeheizt und ein Lüfter zum zügigen erstarren. Nix draufkleben, ausserhalb der Maschine einsprühen (darf ruhig leicht schäumen, trocknet schnell an). Wirkt wunder. ;)

Beim ablösen Glasplatte wieder raus, vorsichtig mit Cutter drunterfahren (Klinge nicht zu weit draussen, auf Finger aufpassen). Wenn es nicht abgeht, unter heißem Leitungswasser abspülen.
 
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Trooper

Trooper

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Hi, nur mal ne kurze Statusmeldung: Hatte ja auch das Problem, das das Filament nicht haften wollte (iGo3D und dann was von Filamentworld.de)
Hab jetzt wieder das Filament von GermanRepRap von Conrad geholt und auf ne 0.4er Düse umgebaut.
Was soll ich sagen, das haftet wieder super auf der Keramikplatte von meinem RF1000. Da löst sich nix mehr. Ich muß das auch nicht raufpressen.
Einfach klasse :D
Jetzt muss ich mich mit der neuen Version von RepetierHost noch anfreunden und die Einstellungen optimieren, aber ich bin so froh nich dauernd Krepp
kleben zu müssen oder irgendwas anderes. Womöglich noch den guten Drucker mit Haarspray voll zu jauchen.
Hat noch jemand so gute Erfahrungen mit dem Filament von GermanRepRap ?
 
J

Jaenz

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Danke für den Tipp paradroid! Jetzt klappt es :)

Ich habe noch eine weitere Frage, wo ihr mir vielleicht einen Rat geben könnt. Folgende Ausgangslage: Ich möchte das selbe Bauteil mehrmals hintereinander drucken lassen. Soweit so gut, ich kann das Bauteil ja einfach mehrmals im Bauraum positionieren. Allerdings sollen die einzelnen Teile mit verschiedenen Slicer-Einstellungen gedruckt werden. Jemand eine Idee wie man das in Repetier machen kann?
 
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Digibike

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Hi,

das wird schwierig... Also bei Simplyfy kann ich zwar verschiedene Einstellungen anwählen, aber nicht Objektweise, sondern Schichtweise...
Weiß nicht, ob das überhaupt möglich ist - es sei den, du modifizierst von Hand den G-Code...
Die einfachste Möglichkeit wäre wohl, Objekte mit selber Einstellung zu sammeln und zusammen zu drucken, also sozusagen im vorfeld die
Druckaufträge zusammen zu sortieren...
Innerhalb einer Schicht die Einstellungen zu wecchseln wird sehr komplex und bei Temperaturwechseln auf jedenfall extrem Zeitaufwändig von
der Druckzeit, also bestenfalls für Verfahrensgeschwindigkeit und Wege-Optimierungen (z.b. Eckige und Runde Objekte) sinnvoll...

Gruß, Digibike
 
J

Jaenz

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Okay, hatte ich mir fast gedacht. Den G-Code zu modifizieren ist mir zu aufwendig, das lohnt sich bei der Anzahl der Versuche nicht.
 
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Ric Quick

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Hallo, Soweit ich weiss, kann man bei Simplify einem Profil ein Objekt zuweisen. Sollte gehen, werde es bei Gelegenheit mal selbst testen
 
H

horst.w

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... das habe ich auch schon gelesen und wenn ich es richtig verstanden habe, geht's nur mit Objekten aus eigenständigen STL-Dateien, nicht mit Kopien ein und des selben Objekts (... ohne Gewähr!); würde bedeuten, will man gleiches Objekt mehrfach, muss man Kopien mit abweichenden Namen anlegen und diese Dateien dann einzeln hochladen. Diesen selbständigen Objekten können dann jeweils eigene Profile zugeordnet werden.

H.
 
H

horst.w

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... alles ist relativ. Und was ich da gelesen habe (oder geglaubt habe, zu verstehen) war wohl relativ alt ;-(

Habe gestern Simplify in der wohl neuesten Version runter geladen und rumgespielt (mein Nagelneuer ist noch gar nicht einsatzbereit). Beispielobjekt importiert und dann 1x dupliziert.
Mit dem Schalter (links-unten) <Select Model> geht ein Fenster auf, in dem man Objekten Druckprofile separat zuweisen kann. Mein Beispielobjekt war darin gelistet und die Kopie davon mit dem Namen: <Beispielobjekt(1)> , also nach Windows-Art ... Kopie von <Name>(x). Dieser Listeneintrag ist anwählbar und man kann ihm ein anderes Profil zuweisen.
Wohlgemerkt, alles unter Vorbehalt, zum realen Testen der Funktion bedarf es noch ein paar Tage ...

H.
 

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