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Südhesse
Foren-Einsteiger
- Dabei seit
- 17.09.2025
- Beiträge
- 5
Hallo zusammen,
wie in der Vorstellung schon angesprochen, bräuchte ich einen Rat von erfahrenen 3D-Druckern.
Ich arbeite mit einem Creality K1C mit 0,4mm Düse und Creality Print als Slicer. Da PLA vohl im Allgemeinen am einfachsten zu drucken ist, habe ich mein Erlebnis damit angefangen. Bisher war das graues und schwarzes PLA von Jayo (kein PLA+). Soweit ich gelesen habe, ist das zwar kein Premiumhersteller aber immer noch gute Qualität. Wie schon erwähnt, ist die Optik für mich nebensächlich und es geht mir mehr um die Funktion der Teile.
Basierend auf einem Temp-Tower habe ich zunächst mit 210°C Düse gedruckt (Bett 50°C). Bei einer Halterung mit Clips ist mir dann einer der Clips wegen schlechter Layerhaftung angebrochen. Seitdem drucke ich erfolgreich mit 215°C.
Nun hat mich ein Freund gebeten, ihm eine Box für seine Killteam-Armee zu drucken. Da ich für die Box eh Filament nachbestellen musste, bot ich Ihm an, das Innenleben in einer anderen Farbe zu drucken. Bei der Bestellung dachte ich mir dann, mal einen anderen Hersteller zu nutzen. Soweit ich gelesen habe, scheinen einige neben Sunlu auch das Geeetech PLA recht gut zu finden, also habe ich für das Innenleben Geeetech PLA in orange bestellt. Dieses soll laut Hersteller bei 190-220°C zu verarbeiten sein. Ein Temp-Tower habe ich gemacht und habe basierend auf dem Stringing und dem Aussehen des Überhangs 215°C gewählt. Allerdings ist mir schon da aufgefallen, dass ich alles recht leicht zerbrechen kann (es gab keinen Temperaturwechsel, bei dem mir ein merklicher Anstieg in der nötigen Bruchkraft aufgefallen ist).
Zur Sicherheit habe ich mir ein kleines Testteil konstruiert, um die Layerhaftung zu testen. Es ist ein auf dem Kopf stehendes T. Der senkrechte Teil hat einen Querschnitt von 2x10mm und ist 30mm Hoch. Der Balken ist 18mm lang und auch 2mm hoch. Gedruckt wurde er mit 2 Wandschleifen und je 3 Schichten oben und unten. Nach dem Druck teste ich, wie schwer es ist, das T an der Verbindung zum Kopf (Druck auf eine etwas kältere Schicht) und den langen Teil selbst zu zerbrechen. Mit dem Jayo PLA brauche ich bei 215°C Düsentemperatur (Außenwände 50mm/s, Innen 150mm/s) schon deutlich Kraft. Das Geeetech PLA habe ich jetzt mit bis zu 250°C und max. 50mm/s für alles im geschlossenen Druckraum gedruckt. Davon abgesehen, dass meine beiden Testteile durch Stringing fast fest verbunden waren, lassen sie sich leider immer noch leicht zerbrechen. Der Boden selbst wehrt sich deutlich, wenn ich ihn mit 2 Zangen zerbrechen will, weswegen ich die Layerhaftung und nicht das Material selbst in Verdacht habe.
Zudem ist mir aufgefallen, dass das Geeetech PLA beim Extrudieren aussieht wie schonmal gegessen
. Der Strahl hat eine unebene Oberfläche und sieht stippig aus. Zunächst ging ich beim Wechsel von einer Unverträglichkeit zum Jayo PLA aus. Da es nicht verschwunden ist, vermutete ich dann Feuchtigkeit (ich meine mich zu erinnern, dass es bei feuchtem PA während meiner Ausbildung ähnlich aussah). Nach 30h bei 45°C im Vakuumtrockenschrank hätte das aber eigentlich auch besser sein sollen.
Und endlich kommt auch die Frage
Ist das Geeetech PLA evtl. doch spröder als PLA von Jayo oder ist Geeetech doch kein so toller Hersteller? Wie sind eure Erfahrungen mit Geeetech (falls ihr welche habt)? Fallen euch evtl. Punkte auf, die ich noch versuchen könnte?
Ich hoffe, ich habe nichts Wichtiges vergessen, ansonsten bitte gerne Fragen.
wie in der Vorstellung schon angesprochen, bräuchte ich einen Rat von erfahrenen 3D-Druckern.
Ich arbeite mit einem Creality K1C mit 0,4mm Düse und Creality Print als Slicer. Da PLA vohl im Allgemeinen am einfachsten zu drucken ist, habe ich mein Erlebnis damit angefangen. Bisher war das graues und schwarzes PLA von Jayo (kein PLA+). Soweit ich gelesen habe, ist das zwar kein Premiumhersteller aber immer noch gute Qualität. Wie schon erwähnt, ist die Optik für mich nebensächlich und es geht mir mehr um die Funktion der Teile.
Basierend auf einem Temp-Tower habe ich zunächst mit 210°C Düse gedruckt (Bett 50°C). Bei einer Halterung mit Clips ist mir dann einer der Clips wegen schlechter Layerhaftung angebrochen. Seitdem drucke ich erfolgreich mit 215°C.
Nun hat mich ein Freund gebeten, ihm eine Box für seine Killteam-Armee zu drucken. Da ich für die Box eh Filament nachbestellen musste, bot ich Ihm an, das Innenleben in einer anderen Farbe zu drucken. Bei der Bestellung dachte ich mir dann, mal einen anderen Hersteller zu nutzen. Soweit ich gelesen habe, scheinen einige neben Sunlu auch das Geeetech PLA recht gut zu finden, also habe ich für das Innenleben Geeetech PLA in orange bestellt. Dieses soll laut Hersteller bei 190-220°C zu verarbeiten sein. Ein Temp-Tower habe ich gemacht und habe basierend auf dem Stringing und dem Aussehen des Überhangs 215°C gewählt. Allerdings ist mir schon da aufgefallen, dass ich alles recht leicht zerbrechen kann (es gab keinen Temperaturwechsel, bei dem mir ein merklicher Anstieg in der nötigen Bruchkraft aufgefallen ist).
Zur Sicherheit habe ich mir ein kleines Testteil konstruiert, um die Layerhaftung zu testen. Es ist ein auf dem Kopf stehendes T. Der senkrechte Teil hat einen Querschnitt von 2x10mm und ist 30mm Hoch. Der Balken ist 18mm lang und auch 2mm hoch. Gedruckt wurde er mit 2 Wandschleifen und je 3 Schichten oben und unten. Nach dem Druck teste ich, wie schwer es ist, das T an der Verbindung zum Kopf (Druck auf eine etwas kältere Schicht) und den langen Teil selbst zu zerbrechen. Mit dem Jayo PLA brauche ich bei 215°C Düsentemperatur (Außenwände 50mm/s, Innen 150mm/s) schon deutlich Kraft. Das Geeetech PLA habe ich jetzt mit bis zu 250°C und max. 50mm/s für alles im geschlossenen Druckraum gedruckt. Davon abgesehen, dass meine beiden Testteile durch Stringing fast fest verbunden waren, lassen sie sich leider immer noch leicht zerbrechen. Der Boden selbst wehrt sich deutlich, wenn ich ihn mit 2 Zangen zerbrechen will, weswegen ich die Layerhaftung und nicht das Material selbst in Verdacht habe.
Zudem ist mir aufgefallen, dass das Geeetech PLA beim Extrudieren aussieht wie schonmal gegessen
Und endlich kommt auch die Frage
Ist das Geeetech PLA evtl. doch spröder als PLA von Jayo oder ist Geeetech doch kein so toller Hersteller? Wie sind eure Erfahrungen mit Geeetech (falls ihr welche habt)? Fallen euch evtl. Punkte auf, die ich noch versuchen könnte?
Ich hoffe, ich habe nichts Wichtiges vergessen, ansonsten bitte gerne Fragen.