Etwas überkandidiert, nur wegen ein paar Platinengehäusen einen Drucker an zu schaffen. Oder fertigst du Platinen am "Fließband" an? Platinen haben gewisse Vorraussetzungen. Je nachdem, was für Platinen zum Einsatz kommen. Entsprechend sind auch die Anforderungen für diese. Hat Sie viel Leistungselektronik intus, dürfte Temperatur ein Thema sein. Damit fällt sowas wie PLA raus - fängt bereits knapp über 40 Grad an, klebrig an der Oberfläche zu werden und bei 60 Grad spätestens ist bei PLA zappenduster... Ist also im Hochsommer an nem Sonnenplatz schon nicht unkritisch... Wenn es Spannung, über 48 Volt beherbergt, sollte es eigentlich zumindest ABS sein, bei bestimmten Spannungen ist Flammhemmendes ABS sogar nahe zu legen. Ist es ESD-kritisch, sollte es ESD-ABS verarbeiten können. Bei ABS-Materialien und auch PETG, ist eigentlich ein geschlossenes Gehäuse mit Aktivkohlefilter und Feinstaubfilter zu empfehlen, wenn einem die Gesundheit etwas wert ist... Es gibt nämlich Ausdünstungen und auch Feinstaub. Feinstaub ist eigentlich bei allen Filamenten ein Thema... Wenn die Gehäuse entsprechend geformt sind, ist auch Support nicht unerlässlich. Mit Eigensupport geht schon einiges, allerdings unter Abstrichen, was die Kontaktflächen an geht, die erforderliche Nacharbeit und letztlich auch die Umsetzbarkeit, weil, nicht überall, wo der Drucker hin kommt und Support braucht, komme ich nachher auch hin, um diesen zu "entfernen". Hier wende ich gern Sündhaftteures PVA-ähnliches Supportmaterial als "konstruierten" Support an. Was meine ich damit? Nun, daß Zeug kommt auf 150 Euro das Kg. Extrem teuer. PVA ist Wasserlöslich, allerdings auch bezüglich dem Wasser in der Luft. Ungünstig bei Feuchter, Feuchtwarmer ganz besonders, Witterung und erst Recht, was die Lagerung an geht. Daher habe ich Filament, daß in Lauge sich auflöst. Im Prinzip Waschpulver... Je nachdem, wie zugänglich die Bereiche sind, Designe ich entsprechend starke Flächen ein, die ich nachher dem Extruder zuweise und sage dem Slicer, alles an Support drucke bitte mit dem Eigenmaterial aus dem eigentlichen Druckmaterial. Was passiert nun? Er druckt mir das Bauteil, wechselt bei den Flächen, die ich als Support benötigend erkannt habe, beim Designen, auf das Support-Material und druckt mir in der gewünschten Schichtstärke, aus dem löslichen Material eine "Auflage" und zwischen unterer Auflagefläche und obere Auflagefläche (Der Support benötigt ja nicht nur oben eine Auflage, sondern auch auf dem Gegenpart, der Bodenfläche, eine Auflage. Und alles zwischen dem eigenkonstruierten Supportbereichen, wird dann wieder ganz normal mit billigerem Eigenmaterial des Drucks, gedruckt. Wenn ich am Ende das Teil in die Lauge halte, verschwinden Obere und untere Kontaktfläche, auf der der Drucker FLÄCHIG sauber drucken konnte, und zurück bleibt der nun komplett lose Support, den ich mit ner gewinkelten Spitzzange z.b. aus Winkeln oder so raus "kruschteln" kann. Reduziert Druckkosten und Druckzeit, verbessert massiv die Oberfläche an den Stellen, wo Support benötigt wird, aber setzt Drucker mit min. 2 Extrudern voraus! Keine Misch-geschichten. Warum? Weil alles bei diesen Systemen durch EINE Düse muß. Damit sind die Probleme, wenn innerhalb des Drucks nicht nur Farb - sondern auch Materialwechsel geplant sind, vorprogrammiert. Warum? Zum einen braucht es extrem viel zusätzliche Zeit, weil altes Material muß raus und neues wieder rein gefördert werden. Dann muß extrem viel Material für das Spülen, bis es "Klar" raus kommt, geopfert werden - bei JEDER Schicht und JEDEM Materialwechsel. Mein XL wechselt z.b. innerhalb von 10 sec. inkl. "vorprimern", während mein Core One über ne Minute braucht. Inkl. dem ganzen Spülabfall. Bei 5000 Layern z.b. kommt da schon einiges zusammen, wenn da auch noch mehrere Farben, pro Layer zum Einsatz kommen... Und da sind wir auch schon bei dem Thema unterschiedliche Materialien: Bei meinem XL kein Thema, weil er einfach das entsprechende Tool sich holt und druckt. Beim "Mischen" muß aber das alte raus und das neue, wie gesagt rein. Vollständig. Wenn du PLA z.b. gedruckt hast und nun ABS weiter drucken willst, kein Problem. ABS hat i.dr. 20-30 Grad höhere Drucktemperatur. Das PLA wird locker raus gespült. Interessant wird es, wenn du dann wieder zurück wechselst auf PLA. Geht das ABS auch vollständig raus, wenn die Drucktemperatur 20-30 Grad "kälter" ist? Merkst du, worauf ich hinaus will? Nicht, daß die Kombi PLA/ABS Sinn machen würde, aber zum Verdeutlichen. Man kann nämlich z.b. PLA/PETG drucken. Die beiden gehen keine wirkliche Verbindung ein, sind aber hervorragend verdruckbar und günstig - das eine macht dann den Support für das andere z.b. Oder auch um beim ABS die Haftung auf dem Bett "lösbar" zu verbessern etc.. Aber durch eine Düse wird das, aus genannten Gründen wieder schwierig...
Interressant wird, ob es nachher, mit erkennen der Möglichkeiten, "nur" bei Gehäusen bleibt...

Gruß, Digibike