Druckprobleme mit Anycubic Kobra S1 nach Hotend-Tausch

Diskutiere Druckprobleme mit Anycubic Kobra S1 nach Hotend-Tausch im Forum 3D-Drucker im Bereich 3D-Drucken - Hallo zusammen. Hier ist mein erster Beitrag mit einem großen Problem. Mein Kobra S1 hat mir bereits viele tolle Ergebnisse geliefert. Leider gab...
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Martin Klinger

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Hallo zusammen.
Hier ist mein erster Beitrag mit einem großen Problem.
Mein Kobra S1 hat mir bereits viele tolle Ergebnisse geliefert.
Leider gab es neulich ein Problem, ich denke die Düse war verstopft. Beim Versuch sie zu reparieren, hab ich leider den Extruder zerstört. Also einen neuen besorgt und ein neues Hotend gleich dazu. Originalteile.
Dann war das Druckbett zerkratzt - Ich fürchte, das Hotend war falsch oder lose eingesetzt. Also das Ganze nochmal. Dann endlich wieder drucken, aber seitdem klappt nichts mehr so richtig.
Teile lösten sich von der Platte: Gereinigt und geprüft.
Immer noch Probleme. Ich hab auch am Slicer (Anycubic Slicer Next) eine neue Firmware installiert und alles resettet. Auch am Drucker zweimal schon komplett nivelliert, das ganze Programm...
Das ist jetzt der neueste Druck:
2026-03-26 15.06.53.jpg
Man sieht deutlich: Nach 2-3 cm entsteht ein Problem, im Bauteil ist eine Art Narbe und die Stützstruktur zerfällt.

Ich hab schon Dutzende Beiträge durchforstet, aber ich kann das Problem leider nicht genauer beschreiben und finde somit auch nichts.
Hat jemand von euch einen heißen Tipp?

Vielen Dank!
 
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Martin Klinger

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Hier nochmals deutlich zu erkennen, wie ab einer bestimmten Schicht alles zerfällt:

IMG_9898.jpeg
IMG_9899.jpeg
 
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PlastikAge

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>Teile lösten sich von der Platte<<
Hab zwar nicht deinen Drucker und Slicer, aber mit den sich "von der Platte lösenden Teilen" . . .
Teil fliegt immer ab ner bestimmten Höhe vom Bett ???
Gereinigt etc. nix genutzt.
Dann bin ich zufällig draufgekommen, daß aus welchem Grund auch immer, die Bettemperatur auf einem niedrigeren Wert war. Ich vermute ich hab mir das bei einem Import einer *.3mf Datei eingefangen.
Bettemperatur korrigiert - alles druckt wieder fröhlich und Teil bleibt auf dem Bett picken.
 
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Martin Klinger

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Bett-Temperatur liegt bei 55. Das sollte doch eigentlich passen?
Ich hab mal das Bett an den Schrauben gelockert, jeweils mit einer Viertelumdrehung. Das hab ich in mehreren Threads gelesen. Teilerfolg: es ist erst "weiter oben" passiert. Das ganze Teil war umgefallen, der Drucker hat noch ein bisschen Spaghetti produziert und dann abgebrochen.

Ganz klar erkennbar:

1. zu wenig Haftung an der Platte

2. eine Ebene haftet nicht genug auf der darunter, die Teile zerreißen auf dieser Ebene .

Leider hab ich keine Ahnung, was ich dagegen tun kann.
In Sachen Haftung hab ich das Übliche gemacht: mehrfach Leveln, gründlich reinigen.
Am Filament kann es nicht liegen: von genau diesem grauen PLA hab ich genau dieses Teil schon 10x ohne Probleme gedruckt, bevor ich das Hotend gewechselt habe.
IMG_9905.jpeg

IMG_9906.jpeg
 
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PlastikAge

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Hab mal bei meine PLA Einstellungen nachgesehen:
Druckbett: Erste Schicht 60°C, Andere Schichten 60°C

Als Nicht-Profi schein mir das Problem am Verzug zu liegen.
Hatte mal n ähnliches Problem, große dünne Wände.
gewölbte, bauchige Seitenflächen

Wie ist die Wand aufgebaut? Viel Perimeter, wenig Perimeter, massiv, hohl, wieviel Infill . . .

Aber du schreibst, daß es ja schon mal funktioniert hat.
Dein Drucker hat ja n Gehäuse. Wurde da vielleicht - unabsichtlich - die Gehäuseheizung Temperatur / Dauer verstellt?

Massiveres Stützmaterial wählen, also nicht das organische sondern . . wie auch immer das in deinem Slicer heißt (Gitternetz, Nahtlos . . .).
Offensichtlich reißen ja die Füßchen ab - dickere Säulen machen oder eben anderen Typ Stützmaterial . . .

Wie schaut es aus, wenn du das Teil ohne Stützmaterial auf die schmale Unterseite legst?
 
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Martin Klinger

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Ich würde am liebsten eine "massivere" erste Schicht machen. Wie geht das am sichersten? Da scheint es ja verschiedene Stellhebel zu geben.
 
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PlastikAge

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Ja, unglaublich was man bei einem Slizer alles einstellen kann - und bei wievielen Möglichkeiten ich keine Ahnung habe wozu sie gut sind :cool:

Also bei meinem Prusa Slizer kann ich unter
Druckeinstellungen / Schichten und Perimeter / Horizontale Konturhüllen
einstellen wieviele Horizontale Massive Schichten ich oben und/oder unten haben will.

Denke, das geht bei deinem Slizer sicher auch - irgendwo . . .

Nehme an, das getauschte Hotend ist der gleiche Typ wie vorher drin war und die Einstellungen, Schmelztemperatur - ist auch dieselbe wie vorher?

Es ist immer ärgerlich, wenn was schon mal funktioniert hat und dann nicht mehr und man weiß ums Verrecken nicht mehr warum und wieso . . .
 
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Martin Klinger

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Okay, jetzt wird es etwas peinlich...
Ich habe das Hotend erneuert. Soweit klar.
Aber: ich hatte nicht bedacht, diesen Wechsel auch dem Druckerchen mitzuteilen. Und auch gar nicht bemerkt, dass die neue Düse nicht mehr aus Messing sondern aus gehärtetem Stahl ist.

Dies einzugeben ist mir erst auf- bzw. eingefallen, als ich diverse andere Einstellungen änderte.

Jetzt ist der Druck absolut perfekt:
2026-03-27 15.06.05.jpg
Für diejenigen, die sich wundern, was das für ein seltsames Teil ist:
Eine Hälfte einer gewölbten Dachfläche eines französischen Lokschuppens aus Beton. Insgesamt besteht der 360°-Schuppen aus 36 Ständen, jeder Stand aus einem Dutzend Druckteilen... Ich hab noch einiges vor mir:
2026-03-27 15.13.32.jpg
2026-03-27 15.07.04.jpg
Danke für eure Geduld und Tipps!
 
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PlastikAge

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. . . .
Aber: ich hatte nicht bedacht, diesen Wechsel auch dem Druckerchen mitzuteilen. Und auch gar nicht bemerkt, dass die neue Düse nicht mehr aus Messing sondern aus gehärtetem Stahl ist.
Ah - erwischt :cool:
Dies einzugeben ist mir erst auf- bzw. eingefallen, als ich diverse andere Einstellungen änderte.
Es sind eh immer die "Kleinigkeiten". Ne Stahldüse hat sicher ne andere Wärmeleitfähigkeit oder was auch immer.
Hauptsache es funktioniert jetzt.
Jetzt ist der Druck absolut perfekt:
Säähr gutt!
Für diejenigen, die sich wundern, was das für ein seltsames Teil ist:
Eine Hälfte einer gewölbten Dachfläche eines französischen Lokschuppens aus Beton. Insgesamt besteht der 360°-Schuppen aus 36 Ständen, jeder Stand aus einem Dutzend Druckteilen... Ich hab noch einiges vor mir:
Tolles Teil!
Was hat der Ringschuppen für nen Durchmesser - also im Modell??

Danke für eure Geduld und Tipps!
Ich hab mir Mühe gegeben ;-)
 
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Martin Klinger

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Der Lokschuppen hat 125cm Durchmesser (und wird voraussichtlich knapp 8kg wiegen...)
Den gab es mal in den 1970ern und 80ern als modularen Bausatz zu kaufen. Diese Teile sind so gesucht auf dem Gebrauchtmarkt, dass ein kompletter Schuppen bis zu 1000€ kosten würde, ganz davon abgesehen dass man keine 36 Teile auftreiben würde.
Das war für mich der Anlass, einen Filamentdrucker anzuschaffen, um das selbst in die Hand zu nehmen, denn das kommt mich letztlich billiger... 😃
 
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PlastikAge

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Ui - 1,25 Meter, da brauchts dann schon ne etwas größere Anlage . . .
Solang man sich diese Teile selber zeichnen kann ist man ja fein raus.

Irgendwo in D gibts ja so nen doppelten Ringlokschuppen, in Form einer 8 - ich merk mir bloß nie wo der steht. Das wäre auch n interessantes Modell - wenns auf die Anlage paßt :ROFLMAO:
 
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Martin Klinger

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Doppeldrehscheiben gab es mehrere in D.
Z.B. in HH Altona:
7023-Bahnbetriebswerke
Auf meiner geplanten Anlage sollen auch zwei Lokschuppen stehen, aber mit etwas Abstand.

Das Drucken läuft jetzt wieder gut. Nur eine Sache ist merkwürdig:
Manche der Support "reißen ab". Der Druck insgesamt ist okay, nur die Bereiche wo die Supports fehlten, sind unten entsprechend unsauber, aber das kann ich verspachteln.
IMG_9930.jpeg
 
D

Digibike

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Das passiert bei Tree-Support gern. Man kann dem entgegen wirken, indem man a) die Winkel etwas "entschärft", wie er verzweigt, und zum anderen die Wandstärke des Supports erhöht, was aber auch das entfernen erschwert. Eine weitere Option ist die Zielbreite der Kontaktteile des Trees, am Objekt. Das erzeugt dann aber auch sichtbarere "Narben" und geht einher mit schwererer Entfernbarkeit. Es ist halt Feintuning. Die Grundeinstellungen funktionieren, sind aber nicht unbedingt optimal - schon gar nicht für jedes Material und Modell. Wird auch deutlich bei der Anzahl an Trennschichten. Bei PLA kommst gut mit 3 Trennschichten aus, bei TPU ist alles größer 0 suboptimal eigentlich... Unterschiedliche Materialien, unterschiedliche herangehensweisen...

Gruß, Digibike
 
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PlastikAge

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Die Doppeldrehscheibe erinnert mich an den zweifachen Kreisverkehr in England - da hätt ich mich fast verirrt.
Egal.
Wie Digibike anmerkte, dem Supportmaterial mehr Perimeter geben.
Gent sicher irgendwo in deinem Slicer ;-)

Habs auch bei größeren Teilen schon gehabt, daß sich das Teil verzieht und die Stützen abreißt.

Was ich noch mache, damit es sich leichter trennt wenn die Trennung vom Stützmaterial/Druck in einer Ebene liegt:
Letzten zwei oder drei Schichten vom Stützmaterial massiv und letzte Lage ohne Abstände zwischen den einzelnen Würsten.
Druckpause
Letzte Schicht vom Stützmaterial mit Texta Filzstift anmalen
weiterdrucken.
Trennt sich danach wunderbar und man hat ne schöne "Unterfläche"
 
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Martin Klinger

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Das passiert bei Tree-Support gern.
Danke für die Tipps! Ich probier mal ein paar Möglichkeiten aus.
Was ich noch mache, damit es sich leichter trennt wenn die Trennung vom Stützmaterial/Druck in einer Ebene liegt:
Letzten zwei oder drei Schichten vom Stützmaterial massiv und letzte Lage ohne Abstände zwischen den einzelnen Würsten.
Druckpause
Letzte Schicht vom Stützmaterial mit Texta Filzstift anmalen
weiterdrucken.
Trennt sich danach wunderbar und man hat ne schöne "Unterfläche"
Klingt gut. Aber ich drucke die Teile gerne nachts oder während ich auf Arbeit bin.
Texta: ich find da ganz viele, die so heißen. Normale Filzstifte oder "Edding-ähnliche"?
 
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PlastikAge

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Klingt gut. Aber ich drucke die Teile gerne nachts oder während ich auf Arbeit bin.
Texta: ich find da ganz viele, die so heißen. Normale Filzstifte oder "Edding-ähnliche"?
Ich nehm die "edding permanent marker" 500 oder 800, je nachdem wieviel zu bemalen ist.
Wäre aber interessant auch "normale" Filzstifte auszuprobieren. Vielleicht genügen sogar fettige Finger - wobei das bei dünnen Wänden mit der Bemalgenauigkeit schwierig werden dürfte ;-)
 

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