3d Druck wie möglich?

Diskutiere 3d Druck wie möglich? im Forum Kaufberatung im Bereich Für Einsteiger - Hallo in die Runde ich bin am überlegen einen Drucker anzuschaffen, hab allerdings von einer Firma die Aussage erhalten, das mein Vorhaben...
C

carbon-factory

Foren-Einsteiger
Dabei seit
23.05.2025
Beiträge
3
Hallo in die Runde



ich bin am überlegen einen Drucker anzuschaffen, hab allerdings von einer Firma die Aussage erhalten, das mein Vorhaben nicht funktionieren würde.

Daher möchte ich einmal Euch fragen:



Es geht um eine Vorrichtung welche in dem einem Bild in blau zu sehen ist, ca 30x20cm. Auf diesem liegt dann das Teil welches auf einer CNC nachgefräst werden soll.

Die beiden Klötze mit den Nuten sollten aus Vollmaterial gedruckt werden. Hier soll ein Vacuumschlauch angeschlossen werden (Gummi in der Nut), um es auf der CNC zu spannen.

Die Firma meinte nun das es mit 3d Druck nicht ginge da es keinem Vacuum stand halten würde. Auch Wasser wäre bei einer gedruckten Vase ausgelaufen.



Zu einem wird die Vacuumpumpe permanent laufen, so das minimal Unterdruck entweichen dürfte.



Wie seht ihr das Thema?



Ist es doch möglich und was wäre zu beachten?





Vorab lieben Dank,

Gruß von Michael
 

Anhänge

  • Screenshot 2025-05-23 121318.png
    Screenshot 2025-05-23 121318.png
    218,9 KB · Aufrufe: 5
  • Screenshot 2025-05-23 121354.png
    Screenshot 2025-05-23 121354.png
    624,2 KB · Aufrufe: 5
D

Digibike

Foren-Profi
Dabei seit
05.01.2014
Beiträge
991
Nun, in FDM braucht es Nachbearbeitung. Z.b. gibt es versiegelungen. Allerdings ist die Frage, wieviel Platz da ist. Was aber vorstellbar wäre, wäre ein "Puzzle" draus machen und das 4-Teilig als SLS mit Verzahnung, wie Puzzle-Teile eben, zu teilen und zu drucken. So erhälst du die Positionen zueinander und kommst mit einem relativ kleinen Volumen, als Drucker aus. Gedruckt wird mit flüssigem Harz (du solltest einen gut gelüfteten Raum haben - ich habe meinen SLA-Drucker im Schuppen, weil das Zeug wabbert durch das ganze Haus, sobald du die Haube anhebst!!! Da nützt dann auch keine Absaugung und Aktivkohlefilter wirklich was, sobald geöffnet wird). Das ist, aufgrund des Verfahrens, wesentlich feiner auflösend und das ist "dicht". So Dicht, daß du, wenn du Wände zu dicht zeichnest/einstellst, und das Filament zu Lichtabsobierend ist, im inneren das Filament nicht mehr richtig ausgehärtet, geschweige den, raus bekommst...! Bei der Konstruktion mußt du aber beachten, daß er die Kanäle beim Heben und Senken, während des Drucks, leeren kann! Auch darfst in SLA nicht Horizontal auflegend drucken - gibt nur Probleme, wenn es zwischen Leerer Raum und nächster Schicht nahezu alles gefüllt, gedruckt wird.

Gruß, Digibike
 
P

PlastikAge

Fortgeschrittener
Dabei seit
19.07.2024
Beiträge
254
>>Auch Wasser wäre bei einer gedruckten Vase ausgelaufen.<<<
WENN man - mit einem Filamentdrucker - eine Vase im Vasenmodus druckt,
DANN wird nur ein (1) Perimeter breit gedruckt.
Nebenbei gibt es z.B. auf Youtube etliche Videos wie man den Slicer einstellen muß damit es trotz nur einem Perimeter dicht wird.
ABER Wasser ist nicht Luft.
UND - solange wir es nicht ausprobieren werden wir es nie erfahren ob es nicht doch funktioniert hätte. Wir können das Teil immer noch wegschmeißen und aus den Erfahrungen lernen.
=> Versuch uns Irrtum.
Bloß - extra dafür einen Drucker anschaffen?

Wie von Digibike angemerkt: es gibt Versiegelungen.
 
C

carbon-factory

Foren-Einsteiger
Dabei seit
23.05.2025
Beiträge
3
Vielen Dank für Eure Erklärungen.
Wenn man das Ganze versiegeln kann ist es ja schon mal die richtige Richtung.
Ich bleibe am Ball und werde berichten
 
D

Digibike

Foren-Profi
Dabei seit
05.01.2014
Beiträge
991
Es ist so, daß du, je mehr Perimeter/Deckschichten (Boden und Deckel, da du ja Vakuum beaufschlagen willst, ebenso) du hast, desto weniger Zwischenräume entstehen bzw. wird es immer hermitischer "Dicht". Die Düse hat ja, als gängige Düse, 0,4 mm Bohrung. Also kommt auch in etwa 0,4 mm runde Raupe raus. Diese wird auf dem Druckbett abgelegt. Das würde, wenn du 4 Perimeter machst, 4 "Floßstangen" im Schnitt gesehen, ergeben. Ganz so ist es nicht, weil hier eine gewisse Überlappung und auch Extrusions Width mit berechnet wird. Man will, als Ziel, ja eine geschlossen flache Fläche erreichen. Aber, wie du erkennen kannst, ist, zwischen komplett überpresst und sauber vollständig gefüllt ein sehr schmaler Grat. Gegen die Bodenplatte (Heizbett) ist das noch einfacher, da diese nicht nachgibt, als in den späteren Layern. Es bilden sich also winzig kleine Zwischenräume immer wieder mal. Je mehr Perimeter, desto Labyrint-artiger wird das - für Flüssigkeiten. Daher wird der Körper, mit zunehmender Anzahl "Dichter". Allerdings nicht unbedingt dauerhaft Dicht. Das liegt daran, daß zum einen Kunststoffe unterschiedlich stark auch selbst Wasser aufnehmen und zum anderen daran, daß eine gewisse Kapilarisation auf Dauer einen "Strich" durch die Rechnung macht. Bei Luft/Vakuum ist das ganze noch heftiger, da wir es hier mit Gasförmigen Stoffen zu tun haben (in dem Fall, wollen wir diese "Aussperren")! Wer mit Fahrradreifen oder Autoreifen was zu tun hat, kennt das: Mit der Zeit wandern selbst im dichtesten Reifen, genug Moleküle nach außen, um einen Druckausgleich herzustellen. Solche "Hohlräume", egal wie verschachtelt Sie sind, sind für diese kein wirkliches Hindernis, lediglich eine Verlangsamung ...!

Ich verwende Dichterol von Diamant. 10 min. darin eingelegt, "kriecht" das Zeug in die letzten lücken hinein, dank Kapilarisation. Danach überschüssiges wieder raus und 24 h trocknen und ablüften lassen. Danach sind die Teile absolut Wasserdicht. Ob allerdings Gasdicht, habe ich noch nie getestet. Hatte ich noch nie als Aufgabenstellung. Also, wenn ich sowas machen wollte, bzw. wissen wollte, ob es überhaupt eine Chance hat, zu funktionieren, würde ich den dünnwandigsten Teil der Konstruktion nehmen, den mal bei jemand drucken lassen und Versiegeln und dann testen. Wenn das funktioniert, weißt du auf jedenfall, bevor du viel Geld und Zeit aufwendest, ob das vorhaben überhaupt, in der Richtung, erfolg haben kann... So würde ich, an deiner Stelle, heran gehen. Vor allem, wenn du noch keinen Drucker hast und entsprechend auch keine Erfahrung, wird das nochmal ne Ecke schwieriger. Auch, wenn die neue Druckergeneration einen sehr massiv unterstützt, ist doch ein wenig Know how noch nötig, wenn man, fernab von 08/15 Drucken, etwas realisieren will...!

Gruß, Digibike
 
C

carbon-factory

Foren-Einsteiger
Dabei seit
23.05.2025
Beiträge
3
Es ist so, daß du, je mehr Perimeter/Deckschichten (Boden und Deckel, da du ja Vakuum beaufschlagen willst, ebenso) du hast, desto weniger Zwischenräume entstehen bzw. wird es immer hermitischer "Dicht". Die Düse hat ja, als gängige Düse, 0,4 mm Bohrung. Also kommt auch in etwa 0,4 mm runde Raupe raus. Diese wird auf dem Druckbett abgelegt. Das würde, wenn du 4 Perimeter machst, 4 "Floßstangen" im Schnitt gesehen, ergeben. Ganz so ist es nicht, weil hier eine gewisse Überlappung und auch Extrusions Width mit berechnet wird. Man will, als Ziel, ja eine geschlossen flache Fläche erreichen. Aber, wie du erkennen kannst, ist, zwischen komplett überpresst und sauber vollständig gefüllt ein sehr schmaler Grat. Gegen die Bodenplatte (Heizbett) ist das noch einfacher, da diese nicht nachgibt, als in den späteren Layern. Es bilden sich also winzig kleine Zwischenräume immer wieder mal. Je mehr Perimeter, desto Labyrint-artiger wird das - für Flüssigkeiten. Daher wird der Körper, mit zunehmender Anzahl "Dichter". Allerdings nicht unbedingt dauerhaft Dicht. Das liegt daran, daß zum einen Kunststoffe unterschiedlich stark auch selbst Wasser aufnehmen und zum anderen daran, daß eine gewisse Kapilarisation auf Dauer einen "Strich" durch die Rechnung macht. Bei Luft/Vakuum ist das ganze noch heftiger, da wir es hier mit Gasförmigen Stoffen zu tun haben (in dem Fall, wollen wir diese "Aussperren")! Wer mit Fahrradreifen oder Autoreifen was zu tun hat, kennt das: Mit der Zeit wandern selbst im dichtesten Reifen, genug Moleküle nach außen, um einen Druckausgleich herzustellen. Solche "Hohlräume", egal wie verschachtelt Sie sind, sind für diese kein wirkliches Hindernis, lediglich eine Verlangsamung ...!

Ich verwende Dichterol von Diamant. 10 min. darin eingelegt, "kriecht" das Zeug in die letzten lücken hinein, dank Kapilarisation. Danach überschüssiges wieder raus und 24 h trocknen und ablüften lassen. Danach sind die Teile absolut Wasserdicht. Ob allerdings Gasdicht, habe ich noch nie getestet. Hatte ich noch nie als Aufgabenstellung. Also, wenn ich sowas machen wollte, bzw. wissen wollte, ob es überhaupt eine Chance hat, zu funktionieren, würde ich den dünnwandigsten Teil der Konstruktion nehmen, den mal bei jemand drucken lassen und Versiegeln und dann testen. Wenn das funktioniert, weißt du auf jedenfall, bevor du viel Geld und Zeit aufwendest, ob das vorhaben überhaupt, in der Richtung, erfolg haben kann... So würde ich, an deiner Stelle, heran gehen. Vor allem, wenn du noch keinen Drucker hast und entsprechend auch keine Erfahrung, wird das nochmal ne Ecke schwieriger. Auch, wenn die neue Druckergeneration einen sehr massiv unterstützt, ist doch ein wenig Know how noch nötig, wenn man, fernab von 08/15 Drucken, etwas realisieren will...!

Gruß, Digibike
hey Digibike,
danke! Super erklärt, kann ich so verstehen.
Ich arbeite selbst in der Carbonbeschichtung, daher ist das Thema mit Lacken, Harzen, Poren und Kapilarkräften bekannt.
Ich überlege mir wie ich weiter vorgehe, bin mir aber auch nahezu sicher, daß es möglich sein wird das zu fräsende Bauteil mit Vacuum zu spannen. Selbst wenn nach dem Versiegeln des Drucks nicht alles zu 100% Dicht sein sollte, müsste es klappen da die Vacuumpumpe ja eine große Fördermenge leistet. So meine Theorie;)
Ich frage mal bei jemandem ein Testdruck an um es zu versiegeln und dann ein Vacuum zu erzeugen. So wird es dann klarer
 

3d Druck wie möglich? - Ähnliche Themen

  • Wie drucke ich "nicht gefüllt"?

    Wie drucke ich "nicht gefüllt"?: Moin... entschuldigt bitte meine recht schwierige Fragestellung... Habe seit Samstag einen Drucker und stelle mir die Frage, wie ich Dinge...
  • Kleine Teile drucken, wie klein geht mit Filament

    Kleine Teile drucken, wie klein geht mit Filament: Nabend, ich möchte ein für mich sehr kleines Teil drucken. Es ist eine Scheibe mit 7mm Durchmessser und 3mm Dicke und mittig auf der Scheibe...
  • Fotos von euren 3D-Druckern / wie sehen eure Setups aus?

    Fotos von euren 3D-Druckern / wie sehen eure Setups aus?: Hi Ich möchte gerne Fotos von euren 3D-Druckern sehen. Ich habe (noch) keinen 3D-Drucker. Wo steht der 3D-Drucker und wie sieht die Umgebung...
  • Biete Konstruktion in Fusion oder Catia sowie 3D-Druck

    Biete Konstruktion in Fusion oder Catia sowie 3D-Druck: Ich bin in der Automobilindustrie und im Vorrichtungsbau tätig und biete Ihnen meine umfassende Expertise im Bereich der Konstruktion an. Auf...
  • wie ist es möglich mit den DA vinci AO mit zwei Farben zu drucken

    wie ist es möglich mit den DA vinci AO mit zwei Farben zu drucken: wie ist es möglich mit den DA vinci AO mit zwei Farben zu drucken
  • Oben